Sir Pegasus
Dülmener Wildpferd
geboren 2006 im Merfelder Bruch
Seit dem Wildpferdefang 2007
wächst er nun hier auf.
Story to Sir Pegasus!
Dies ist meine Story darüber wie ich zu „Sir“ Pegasus kam oder er zu mir. . .

Samstag, 26.Mai 2007 es ist Wildpferdefang in Dülmen.

Ich bin mit Ines einem Mädchen von meinem alten Hof unterwegs nach Dülmen. Wir wollen uns alles ansehen und die Örtlichkeiten auf „Kindertauglichkeit“ prüfen damit ich nächstes Jahr mit meiner Tochter dahin fahren kann.

Die Atmosphäre ist super, erst ist das Vorprogramm
- Westernreiter
- Kutscher
- Quadrille
Und noch vieles mehr. . .

Dann wird die Dülmener Wildpferde Herde in die Arena getrieben:

Gänsehaut als man das beben von Tausenden Hufen hört und spürt!

350 Stuten mit ihren Fohlen wiehern aufgeregt und rennen durch die Arena.
Nun gehen die Fänger ans Werk, sie teilen sich auf und trennen einzelne Stuten mit ihren Fohlen von der Herde ab.
Wenn ein Jährlingshengst unter ihnen ist wirft sich ein Fänger auf ihn und versucht ihn auf den Boden zu drücken, dann kommen noch 2 Fänger und legen sich ebenfalls auf den jungen Hengst einer macht dem Hengst dann Halfter und Strick drum.
Dann wird der Hengst auf die andere Seite der Arena getrieben damit er das Brandzeichen des Herzogs von Croy erhält und eine Nummer am Halfter damit man den Hengst zuordnen kann. Das ist alles sehr spektakulär!

Und auch traurig, die Stuten mit Stutfohlen oder kleinen Hengsten oder auch die Stuten deren Jährlingshengstfohlen schon gefangen worden sind werden in einen extra abgeteilten Bereich der Arena eingesperrt – alle wiehern und manch Stute versucht auszubrechen um zu ihrem Fohlen zu kommen, auch einige Hengste reißen sich los und versuchen verzweifelt ihre Mutter zu erreichen.

Wenn alle Hengste gefangen sind werden die Stuten wieder in die Freiheit entlassen. Dann werden 4 Hengste verlost und danach beginnt die Versteigerung. Auch ich möchte mir das von nahem ansehen und gehe hinunter in die Arena. . .

Ich halte Ines Hände fest, weil sie immer auf irgendeinen Hengst zeigt! Handzeichen jeglicher Art gelten als Gebot, deshalb . . .
Ich bin ganz ruhig und sehe mir alles an, schöne Tierchen denke ich noch so aber was soll man mit so einem schon machen, so einem Zottelpony?

Dann kommt er: Hengst Nummer 7

Er blickt mir direkt in die Augen, in meine Seele und in mein Herz

Schlagartig wird mir heiß und kalt, Gänsehaut sogar Tränchen. . .
Er wendet seinen Blick nicht von mir ab, obwohl er es könnte.
Dann fängt er an zu wiehern – so Herzzerreißend –

Das geschieht alles in Bruchteilen von Sekunden!

Mein Arm geht hoch und ich rufe dem Auktionator zu!
Zum 1. . . zum 2. . .
Dann ein Mann zu meiner rechten bietet mit!
Nummer 7 und ich blicken uns weiter an. . .
Mein Arm geht wieder hoch, ich muss ihn haben!!!
Ines ist inzwischen fast Ohnmächtig und ruft mir zu „bist du verrückt?!“
Ich höre sie wie durch eine Mauer. . .
Mein Verstand ist weg, alles um mich herum empfinde ich wie in Trance!
Dann höre ich den Auktionator. . . zum 1. . . zum 2. . . und zum 3!!!
Herzlichen Glückwunsch zu Hengst Nummer 7 !!!

Nun laufen mir die Tränen richtig über die Wangen. . .
Mein kleiner Hengst. . .

Dann setzt der Verstand ein!

Ich hab gar nicht so viel Geld mit!!!
Keinen Stall und keinen Anhänger!!!

Ich lasse Ines zurück um Hengst Nummer 7 in seinem Paddock zu bewachen und fahre nach Dülmen zur Bank. . .

Wieder in der Wildpferdebahn entrichte ich an der Kasse den Kaufpreis und telefoniere wie eine Irre um mein Pferdchen mitnehmen zu können.
Da komme ich mit Jörg ins Gespräch, auch aus Lünen und ebenfalls spontan Besitzer eines kleinen Hengstes geworden.
Er organisiert den Stall und ich das Auto mit Anhänger.
Gegen 20:00 Uhr kommt meine Familie – meine Tochter, meine Eltern und meine Nichten. . .
Hengst Nummer 7 hat von ihnen auf dem Weg nach Dülmen schon einen Namen bekommen: PEGASUS, weil er ist uns zu geflogen. . .

Ja liebe Leserinnen und Leser, so kam ich zu „Sir“ Pegasus oder er zu mir. . .
Ich glaube das war Schicksal oder Deodata (von Gott gegeben ) !
Dieser kleine Hengst, mittlerweile Wallach gibt mir so viel in meinem Leben, ich kann es kaum in Worte fassen!
Ich habe mich bei meinen anderen Pferden nie „angestellt“, aber an Pegasus lass ich nur eine Handvoll ausgesuchte Menschen ran.
Er ist etwas ganz besonderes für mich. . .

Eure Meike